


Die letzten beiden Arbeitstage lassen sich eigentlich ganz gut zusammenfassen: Es ist ein bisschen Alltag eingekehrt. Und auch wenn „nicht viel passiert“ ist, passiert gleichzeitig doch genau das, worum es hier geht.
Unsere Tage sind mittlerweile sehr eingespielt. Viele Extraktionen, dazu ein oder zwei Füllungen – ein Rhythmus, der sich jeden Tag wiederholt. Umso mehr haben wir uns heute darüber gefreut, endlich wieder ein paar Fissurenversiegelungen machen zu können. Auch das lief dann routiniert und fast schon im Fließbandmodus, damit wir möglichst vielen Patientinnen und Patienten helfen können.
Was sich aber spürbar verändert hat: die Atmosphäre. Seit Rhoda, unsere Köchin,die Leute aufgefordert hat sich zu bedanken, kommt dieses „Danke“ jetzt auch umso herzlicher von den Patienten. Und das fühlt sich ehrlich gesagt viel, viel schöner an als vorher. Es gibt uns allen unglaublich viel zurück.
Langsam wird uns bewusst, dass die Zeit hier bald vorbei ist – noch zwei Tage, dann geht es weiter in den Urlaub. Ein komisches Gefühl, weil wir uns gerade erst so richtig eingelebt haben.
Das heutige Highlight hatte allerdings nichts mit Zahnmedizin zu tun: Wir haben Apfelkuchen gebacken. Ich durfte unserer Köchin zeigen, wie man einen glutenfreien Apfelkuchen macht. Das Problem: Er war viel zu klein. Kaum fertig, wollten alle direkt ein zweites oder drittes Stück. Deshalb wird er morgen gleich nochmal gebacken – diesmal in doppelter Menge, damit wirklich alle etwas davon haben.
Personell waren wir heute etwas eingeschränkt, da Cécile noch krank ist. Wir haben daher nur mit der Krankenschwester und Mili gearbeitet. Aber unsere Abläufe funktionieren inzwischen so gut, dass wir trotzdem effizient arbeiten konnten, ohne dabei die Freude zu verlieren.
Eine kleine Abwechslung gab es dann am Nachmittag: Zum ersten Mal hat es ein paar Tropfen geregnet – wirklich nur ganz leicht, aber dennoch etwas Besonderes.

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